FL Studio Groove ist die kleine Schwester der Audiosoftware (DAW) Fruity Loops Studio, läuft auf Windows 8 und Windows RT und ich möchte euch sie hier kurz vorstellen. Am Schluss stelle ich auch einen Beispieltrack vor, den ich mit der App produziert habe.

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FL Studio Groove kommt mit insgesamt sieben Instrumentengruppen, die man auf maximal 6 Spuren laufen lassen kann:

    • Drums (aufgeteilt in 10 Unterspuren für die verschiedenen Drumsounds)

    • Bass

    • Lead

    • SFX

    • Keys

    • Pad

    • Synth

Mit dabei ist eine Vielzahl relativ gut klingender Samples und Synthesizerpatches, die sich durch die bekannten Parameter wie Wellenformen, Pitch, Filter, Mod, Hüllkurve, LFO, etc. auch noch weiter modifizieren lassen. Doch wem das noch nicht genug ist, der kann sich auch seine eigenen Samples laden.

Programmiert werden die Loops wie in DAWs üblich über Noten die man in eine Pianoroll einzeichnet.

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Man kann auch Loops recorden und dabei die Instrumente quasi live einspielen. Für die Drums gibt es hierfür 10 Pads, für die anderen Instrumente eine Klaviatur.

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Es gibt die Möglichkeit 8 verschiedene Loops zu erstellen und diese dann in einem Sequenzer zu einem Song zusammenzufügen.

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Jeder Spur kann man 3 Effekte zuordnen. Zur Auswahl stehen Distorton, Flanger, Phaser, Lowpassfilter, Highpassfilter, Delay, Reverb, Panner, Ringmodulation und Vox. Außerdem: 4 Band Equalizer, Lautstärke und eine Art Sample editor. 

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Ganz witzig ist auch der Glitcheffekt. Ist dieser z.B. auf der Bassdrum aktiviert und die jewelige Taste gedrückt, so wiederholt dieser den Bassdrumschlag solange bis man die Taste wieder loslässt in 1/4, 3/8, 1/2, 3/4 und 1/1 Notenlängen. Geht natürlich bei jedem Instrument und Drumsound, auch auf einigen bis allen gleichzeitig.

Songtempo und Outputgain (Masterlautstärke) lassen sich natürlich auch, wie in jeder vernünftigen DAW, einstellen.

Was mir nicht so gut gefällt ist, dass die Software ohne irgendeine Art von Tutorial oder Hilfe daherkommt. Einzig ein paar Beispieltracks sind dabei. Das macht es, gerade am Anfang, ein bisschen tricky die Software zu verstehen und zu begreifen was wie möglich ist.

Auch stürzt die DAW immer wieder ab auf meinem Asus Vivo RT Tablet und dann funktionieren einige Befehle nicht mehr, es sind auf einmal irgendwelche Noten in den Loops drinnen die vorher nicht da waren, Looplängen sind aufeinmal aus unerfindlichen Gründen verändert, usw.

Fazit: eher nicht’s für totale Einsteiger. Wer sich jedoch mit Fruity Loops und anderen DAWs beschäftigt hat wird auch ohne Tutorials und Hilfestellungen relativ bald etwas aus dieser Software herauskitzeln können. Magix Music Maker App ist für komplette Einsteiger zugänglicher.

Mehr Infos zur Software und ein Getting Started Video gibt’s auf der Herstellerwebsite. Und die App im Windows Store.

Ich wollte diesem Artikel eigentlich wieder ein Youtube Beispielvideo anhängen, jedoch ist das Projekt, nach dem ich den Song mit dem Befehl „Render to Audio“ auf wav gerendert habe nicht mehr so wie es vor dem Rendern war (Inhalte von 3 Spuren komplett verschwunden, in den anderen Spuren einfach irgendwas…). Ich hoffe das diese Bugs bald mit einem Update behoben werden. 

Den Beispielsong den ich gemacht habe gibt’s halt jetzt ohne Video zum anhören: